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CHARLEYS TANTE

nach Brandon Thomas
Neubearbeitung von Marcus Everding

Am 15. April 1912 sinkt die Titanic.
Und auch am nächsten Tag sieht die Welt für die beiden vornehmen Londoner Junggesellen Jack und Charley nicht besonders rosig aus. Stecken sie doch nicht nur in finanziellen, sondern in gleichfalls drängenden Liebesnöten: Ihre Herzdamen Anny und Kitty sollen mit ihrem Vormund Stephen Spettigue eine Reise nach Schottland antreten. Klar, vorher muss man sich noch einmal sehen. Da aber der Vormund mit Argusaugen über seine Mündel wacht, ist für das Treffen eine Anstandsdame dringend erforderlich.
Und so erscheint es den beiden Junggesellen zunächst wie eine glückliche Fügung, dass Charleys Tante Donna Lucia d’Alvarez aus Brasilien ihren Besuch ankündigt. Sie planen nun vordergründig der Tante zu Ehren ein Empfang auszurichten, zudem auch die beiden Damen nebst ihres Vormunds eingeladen werden sollen. Doch leider ist die Tante dann plötzlich kurzfristig verhindert. Das geplante Tête-à-Tête droht zu platzen. Eine Idee muss her, und zwar schnell.
Kurzerhand wird Jacks Diener Brassett zwangsverpflichtet, in die Rolle der Tante zu schlüpfen. Und widererwarten spielt Brassett seine Rolle im Frauenputz so überzeugend, dass ihm sogar die Männerherzen zufliegen – denn zufällig taucht Jacks in Indien vermuteter Vater auf… und dass dann auch noch die echte Tante in das Treffen hineinplatzt, versteht sich beinahe von selbst…

Das Nordharzer Städtebundtheater spielt das Stück in der Neubearbeitung von Marcus Everding, der, zum Zwecke der Verschärfung der Handlung auf ihren komödiantischen Kern hin, die Rolle des Lord Babberly in der des Dieners Brassett aufgehen ließ.

Inszenierung: Rosmarie Vogtenhuber / Nordharzer Städtebundtheater
Premiere: Samstag, 16. Juni 2012 um 15:00 Uhr

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HARZ SAGA

Schauspiel-Revue

Der Harz, nicht nur ein Mittelgebirge, nicht nur der Ort für Heines Reise, die seinen Namen im Titel führt, nicht nur ein Ort für Goetheaner und Wandervögel. Der Harz, nicht nur der Brocken, früher als Ausflugsziel, dann Außenposten und Abhörstation, Spionageposten, angesteuert mit der Schmalspurbahn, dann wieder touristisches Ausflugsziel, nicht nur mythischer Hexenversammlungspunkt (wilde Tiere und Fabelwesen, im Dickicht des Waldes, in der Tiefe seines Herzens) und Harzsplitter – sondern gerade auch menschliche Tragödien und Schicksale, Liebes- und Leidensgeschichten. Der Harz, ein Ort der sich selbst erzählt, der hier von sich berichten lässt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, schwungvoll-lustvoll-deftig in der Kulisse seiner selbst. Von der Operette bis zum Königsmord, hier ist alles möglich: In der Harz-Saga.

Premiere: Freitag, 29. Juni 2012 um 19:30 Uhr

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